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Gefahrenherde bei Bio Ethanol Kaminen Teil 1

Immer wieder tauchen in Medienberichten Artikel über explodierte Bioethanol Kamine auf. Im Folgenden sollen die tatsächlich von diesen Geräten ausgehenden Gefahren näher erläutert werden.

Generell lässt sich feststellen, dass in den beschriebenen Fällen vielfach eine leichtsinnige oder falsche Bedienung als Ursache für die Explosion des Bioethanol Kamines festgestellt worden ist.

Grundsätzlich handelt es sich bei Bioethanol um einen leicht entzündlichen Stoff, sodass beim Umgang mit diesem Flüssigbrennstoff grundsätzliche Vorsicht geboten ist. Bei einem angemessenen Umgang mit einem Bioethanol Kamin, der als sicherheitstechnisch unbedenklich zu bezeichnen ist, sind die Risiken jedoch in jedem Fall überschaubar und Explosionen sowie andere unerwünschte Zwischenfälle können weitgehend ausgeschlossen werden. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass der charakteristische Zündpunkt von Bioethanol mit 425 °C bei weitem höher liegt als der Zündpunkt von Benzin (240 °C). Beim Zündpunkt handelt es sich um die Temperatur, bei der sich verschiedene Stoffe aufgrund von Wärme mit Luft aus der Umgebung entzünden können. Aus diesem Grund ist Bioethanol im Vergleich zu Benzin als wesentlich ungefährlicher zu bezeichnen, da sich Bioethanol erst bei vergleichsweise hohen Temperaturen entzünden kann.

Generell kann eine Verpuffung nur dann entstehen, wenn sich entsprechend brennbare Gase ansammeln und entzündet werden. Bioethanol Gase können sich zum einen in Kanistern und zum anderen in Hohlräumen der Brennkammer bilden. Aufgrund der Tatsache, dass sich in einem Brenner nur sehr geringe Mengen an Gas sammeln können, kommt es im schlimmsten Fall nur zu einer vergleichsweise kleinen Verpuffung. Die entsprechend kurze und kleine Stichflamme ist als ungefährlich zu bezeichnen, da sie nicht aus dem Kamin herausschlagen kann und eine solch kleine Stichflamme im schlimmsten Fall höchstens zu angesengten Haaren am Handrücken des Benutzers führen kann. Jedoch kann durch die Verwendung eines sogenannten Stabfeuerzeuges auch dieses kleine Risiko gänzlich ausgeschlossen werden. Oftmals findet sich ein entsprechendes Stabfeuerzeug bereits im Lieferumfang eines Bioethanol Kamines.

Des Weiteren ist es empfehlenswert, einen Kamin nicht zu entzünden, wenn Brennstoff, der für die Verbrennung im Brenner vorgesehen war, verschüttet wurde. Es empfiehlt sich hingegen, Kamine ohne Sicherheitsbrenner bereits vor dem Anzünden komplett aufzufüllen, sodass alle vorhandenen Gase aus dem jeweiligen Hohlraum entweichen können. Alternativ hierzu ist es ratsam, den Brenner über einen längeren Zeitraum hinweg offenstehen zu lassen. Hierdurch können alle entzündlichen Gase, die für die Atemwege eines Menschen als ungefährlich zu bezeichnen sind, entweichen und eine Verpuffung ist nicht zu befürchten.

Wenn man sich an diese selbstverständlichen und einfachen Sicherheitshinweise hält, kann die Gefahr einer Verpuffung komplett gebannt werden.

Zum 2. Teil dieses Artikels.

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