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Die behaglichen Vorteile eines Grundofens

Ein Grundofen zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er keine lange Aufheizzeit benötigt, dafür aber umso länger gespeicherte Wärme wieder an den Kachelmantel abgeben kann, was zu einer konstanten Temperatur im jeweiligen Aufstellraum führt.

Die Beliebtheit eines Grundofens lässt sich wohl am ehesten damit begründen, dass er eine besondere Behaglichkeit schaffen kann, was sich einerseits auf seine charakteristische Strahlungswärme zurückführen lässt, sowie andererseits durch die Tatsache, dass er aufgrund des dicken Kachelmantels die entsprechende Wärme bis zu 24 Stunden lang speichern kann.

Typisch für einen freistehenden Grundofen sind zum einen der zweischalig gemauerte Feuerraum und zum anderen die Rauchkanäle, also die Nachheizzüge. Die Aufgabe der Rauchkanäle ist es, die Heizgase, die im Rahmen der Verbrennung entstanden sind, zum Schornstein weiterzuleiten und zugleich die Wärme an die Wände des Ofens abzugeben. Hierbei nutzt der Grundofen thermische Gesetze, was sich unter anderem dadurch kennzeichnet, dass die Gase durch sogenannte Deck-, Steig-, Liege- und Sturzzüge zum Schornstein gelangen können. Gewissermaßen kann über Umwege auf diese Weise mehr Heizleistung erreicht werden. Von zentraler Bedeutung ist es hierbei, dass die jeweilige Länge der Züge korrekt berechnet wird, was am besten durch einen erfahrenen Kachelofenbaumeister geschehen sollte. Wenn die Züge zu kurz sind, ist eine unnötige Verschwendung von Energie die Folge. Sind die Züge hingegen zu lang, können die Rauchgase bis unter den Taupunkt abkühlen, was dazu führt, dass sowohl der Schornstein als auch der Ofen „versotten“.

Durch einen in die Nachheizzüge eingebauten sogenannten Bypass können unliebsame Explosionen vermieden werden. Diese lassen sich durch die Tatsache erklären, dass im „Herzen“ des Ofens Schwefelgase entstehen können, die sich auf unvollständige Verbrennungen zurückführen lassen, wie dies beispielsweise der Fall sein kann, wenn die Tür des Ofens zu früh geschlossen wird und somit zu wenig Sauerstoff in den Ofen gelangen kann. Um eine explosionsartige Entzündung dieser Gase beim Türöffnen zu vermeiden, gewährleistet der Bypass, dass die entsprechenden Gase den kürzesten Weg zum Schornstein nehmen.

Die Wände des Grundofens können die Wärme speichern und diese entsprechend zeitverzögert in Form von Strahlungswärme an den Aufstellungsraum abgeben. Neben Strahlungswärme wird auch Konvektionswärme durch den Grundofen erzeugt. Hierbei erwärmt sich Luft an den Kachelwänden und schlägt den Weg nach oben ein, wobei der warmen Luft kühlere folgt.

In der Feuerstelle eines Grundofens wird in der Regel lediglich Holz verwendet. Die Feuerraumtür eines Grundofens, die elastisch, aber dicht eingebaut ist, verfügt über eine luftdicht verschließbare Zuluftöffnung. Durch diese kann oberhalb des Feuers sekundäre Luft in den Grundofen einströmen. Hierdurch wird das Feuer „sauberer“ und der Wirkungsgrad des Grundofens wird bis auf 92 % erhöht.

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